Permanente Erreichbarkeit durch Mobiltelefone und Mails, Verschmelzung von Beruf- und Privatleben, hoher Leistungs- und Flexibilitätsdruck sowie Normierung und Perfektionierung von Abläufen bestimmen das alltägliche Tun. Es darf aber auch gar nichts mehr schief gehen, da sonst der geplante Tagesablauf zusammenbricht. Und dann passiert es: Die Anforderungen übersteigen unmerklich die eigenen Kräfte - ein Burn-out droht. Viele Kleinigkeiten, die sich im Laufe eines Tages summieren, wachsender Zeitdruck, ein voller Terminkalender und auch noch die Familie, die organisiert werden will. Diese oder andere Stressoren setzen uns unter Druck und fordern viel Energie. Rechtzeitig die Notbremse ziehenKörperlich gesehen ist die Stressreaktion eine fein abgestimmte Nachricht, bei der Nervenimpulse gemeinsam mit zahlreichen Hormonen wichtige Botschaften in einem Bruchteil von Sekunden bis in alle Regionen des Körpers tragen. Zunächst läuft die „Alarmreaktion“ ab, die dem Körper Energie bereitstellt, die er für die kommende „Auseinandersetzung“ braucht. Stress ist also zunächst nicht schädlich, nur bei einem „zu viel“ und „zu lange“ an Stress auslösenden Reizen, wie es in unserem modernen Leben häufig der Fall ist, tritt die so genannte Adaptationsreaktion ein. Diese kann dann zu körperlichen und seelischen Krankheiten führen. Körperliche und seelische Reaktionen bei Stress
Häufig handelt es sich bei den Stressoren um nicht lösbare zwischenmenschliche Probleme, Mängel in der Organisation und Einteilung von Aufgaben, das Gefühl der Sinnlosigkeit oder auch einmal Langeweile und Unterforderung. Auch lang unterdrückte Bedürfnisse können erhebliche Stressoren sein. Nur wer brennt, kann auch ausbrennenDie innere Empfindung, ob ein Ereignis als stressig eingeschätzt wird oder nicht, ist individuell. Besonders leistungsfähige und engagierte Menschen sind gefährdet in den Burn-out zu rutschen. Nur wer brennt, brennt aus! Gerade Menschen in helfenden Berufen sind prädestiniert dafür, über ihre Grenzen zu gehen. Nachfolgend sind die wichtigsten Charakterzüge aufgeführt, die (zu) viel Kraft von uns fordern:
Stress am Arbeitsplatz ist teuerStress am Arbeitsplatz ist teuer: Wenn die Anforderungen und der Druck bei der Arbeit zu groß werden, sind Nervosität, Ermüdung, Angst und Depressionen längerfristig programmiert. Und natürlich lassen dann auch Produktivität und Kreativität erheblich nach. Die zwei Seiten von StressStress hat ein Janusgesicht. Er hilft uns, unser Verhalten an die neue Arbeitswelt anzupassen, die einem raschen Wandel unterliegt. Und er hilft uns auch, Neues zu erlernen – unser Körper ist bereit zum Handeln, unser Geist ist wach, wir stellen uns der Herausforderung. Ohne Stress also kein Leben, aber was, wenn die Herausforderung zu groß ist, wenn sie sich auf den ersten Blick nicht bewältigen lässt, wenn sie zu lange andauert? Dann zeigt sich die andere, dunkle Seite von Stress: Überforderung, Erschöpfung, Angst, Zweifel, Aggression und Krankheit treten auf.
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