Im Jahr 1885 erwarb Albert Boehringer eine Weinsteinfabrik in Ingelheim am Rhein und stellte dort mit 28 Mitarbeitern Salze der Weinsäure her. 125 Jahre später ist Boehringer Ingelheim ein weltweit tätiges pharmazeutisches Unternehmen mit 41.300 Mitarbeitern. Dank intensiver, innovativer Forschungsarbeit hat sich Boehringer Ingelheim stetig weiterentwickelt, dabei aber nie seine Wurzeln und seine besondere Kultur als Familienunternehmen aus den Augen verloren – Innovation geht einher mit Tradition. Boehringer Ingelheim – weltweit das größte pharmazeutische Unternehmen in Familienbesitz – erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Arzneimittel. Mit 138 Gesellschaften und mehr als 41.000 Mitarbeitern in 16 Ländern gehört der Arzneimittelhersteller heute zu den forschungsintensivsten Unternehmen und ist mit eigenen Forschungs-, Produktions- und Vertriebseinrichtungen eine der zwanzig größten Pharmafirmen der Welt. Investition in InnovationenBoehringer Ingelheim erwirtschaftete 2008 weltweit Erlöse von 11,6 Milliarden Euro und wuchs damit zum neunten Mal in Folge stärker als der Welt-Pharmamarkt. Wie jedes Jahr wurde ein beachtlicher Anteil der Erlöse, 2008 waren es 2,1 Milliarden Euro, reinvestiert, um innovative Medikamente für die Human- und die Tiermedizin zu entwickeln. Aus eigener Forschung und Entwicklung wurde 2008 in Europa zum Beispiel Pradaxa®, ein neuartiger oraler Gerinnungshemmer zur Thrombosevorbeugung nach Knie- oder Hüftgelenkersatzoperationen zugelassen. In der fortgeschrittenen klinischen Entwicklung befinden sich Substanzen der Indikationen Onkologie und Diabetes Typ II. Ein innovativer Erfolg aus der Tiergesundheit ist Ingelvac CircoFLEX®, ein Impfstoff für Ferkel gegen das porcine Circovirus Typ 2, das weltweit die größten wirtschaftlichen Verluste in der Schweinehaltung auslöst. Tradition und ZukunftDas Leitbild „Werte schaffen durch Innovation“ treibt Boehringer Ingelheim von jeher voran. Herausragend zu sein in Innovation und Technologie, um Menschen durch neue Arzneimittel und Therapien zu helfen – für dieses Bestreben gibt es viele Belege in der Unternehmensgeschichte. Jüngstes Beispiel ist die Entwicklung des Gerinnungshemmers Pradaxa®: In drei aufwändigen Schritten werden kleine Pellets hergestellt, die mit einer dünnen Isolierschicht versehen und schließlich in einem hoch modernen Wirbelschichtcoater mit einer genau definierten Menge an Wirkstoff besprüht werden. Das Herz der Pellets besteht aus Weinsäurekristallen, die im Magen des Patienten zuverlässig für ein saures Milieu sorgen und damit eine gleichmäßige Aufnahme des Wirkstoffs gewährleisten. Weinsäure hat bei Boehringer Ingelheim Tradition – es war das erste Produkt, das Firmengründer Albert Boehringer in seinem Betrieb herstellte. Produktionsexperten in IngelheimBoehringer Ingelheim investiert trotz schlechter pharmapolitischer Rahmenbedingungen am Standort Deutschland: Von den 2008 weltweit getätigten Investitionen in Höhe von 665 Millionen Euro wurden rund 45 Prozent an den deutschen Standorten ausgegeben. In Ingelheim werden Arzneimittel und Wirkstoffe für den gesamten weltweiten Unternehmensverband hergestellt. Forschungscampus in BiberachIn Biberach an der Riß befindet sich das größte internationale Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens. Mit dem Biotechnikum steht hier zudem eine der modernsten und größten Produktionsanlagen der Welt für biopharmazeutische Präparate. Dort werden Arzneimittel auf Basis von Zellkulturen entwickelt und hergestellt. Boehringer Ingelheim bietet die gesamte biopharmazeutische Prozesskette – von der genetischen Entwicklung der Zelle über die Herstellung bis zum marktfähigen Arzneimittel im wirtschaftlichen Maßstab – auch für Industriekunden an (das so genannte „One-Stop-Shop“-Konzept). MikrosystemtechnikSeit 2004 gehört Boehringer Ingelheim microparts GmbH, weltweit einer der Technologieführer in der Mikrosystemtechnik, zum Unternehmensverband; Dortmund wurde damit der dritte Standort in Deutschland. Hauptprodukt ist der Respimat® Soft Inhaler, ein neuartiger, treibgasfreier Medikamentenzerstäuber mit besonders guter Lungengängigkeit. 125 Jahre Firmengeschichte- Mitarbeiter als Motor des Erfolgs125 Jahre als unabhängiges Familienunternehmen zu bestehen, das aus eigener Kraft wächst – diese Erfolgsgeschichte wäre ohne die Mitarbeiter nicht denkbar, die in Deutschland durchschnittlich 13 Jahre Firmenzugehörigkeit aufweisen können. Das Unternehmen revanchiert sich mit sozialen Leistungen mit teilweise langer Historie. So gründete Albert Boehringer schon 1902 eine Betriebskrankenkasse; die soziale Fürsorge für seine Mitarbeiter machte ihn zu einem Pionier der betrieblichen sozialen Verantwortung in Deutschland. Heute zeugen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie zum Beispiel Kinderbetreuungs- und Teilzeitarbeitsangebote von der Verantwortung des Unternehmens für seine Mitarbeiter. Boehringer Ingelheim
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